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Kein Vorsatz

Lasst mich das erklären.

Ich war nie mit mir zufrieden. Zumindest nicht in den letzten drei Jahren. Nicht in der Sichtweise, was ich geleistet habe, sondern viel mehr wer ich bin. Ich wusste nie, wer ich wirklich sein soll, obwohl ich eine Vorstellung davon hatte, wer ich gerne sein möchte.

Wer ich bin ist doch größtenteils das Verhalten gegenüber von anderen Menschen. Ich kann für mich selbst super sein, aber am Schluss nehmen mich andere wahr und fällen ein Urteil über mich. Bin ich nett oder bin ich böse; bin ich offen oder bin ich schüchtern.

Wer war ich, wenn ich nicht wusste, wie ich sein soll?

Ich war so, wie ich zu Menschen, die mir wichtig sind, sein musste. War etwas falsch, dann war ich in meinen Augen der Fehler. Hatte man Streit, dann lag es an mir, mich zu entschuldigen. Ich war nicht ich. Zwar war ich dann zu einigen wenigen ein toller Mensch, aber zu anderen war ich nicht wirklich gut. (Sorry!) Man kann es nie allen gerecht machen. Irgendwo baut man sein Ventil auf und lässt dort den Rest raus. Das ist alles andere als richtig.

Ich biege mich nicht mehr zurecht. Alles Vergangenheit. Wer ich sein möchte weiß ich schon länger. Was sich jetzt verändert ist die Tatsache, dass ich damit glücklich, zufrieden und auch etwas stolz bin, dass ich das sein kann.

Ich mag keine Vorsätze. Diese Jahresgrenze ist absolut idiotisch. Wenn man wirklich etwas ändern möchte, dann kann man damit jederzeit anfangen. Im Oktober 2014 habe ich vom einen auf den anderen Tag meine komplette Ernährung umgestellt. Ich trinke daheim fast ausschließlich Wasser statt Eistee, Club Mate oder andere Limonaden. Ich kaufe mir fast jeden Abend einen Salat und koche mir etwas anständiges.

Das ist kein Vorsatz zu 2015. Es passt einfach perfekt zu Neujahr, weil ich in den letzten Tagen ein paar Situationen erlebt habe, die mich wach gerüttelt haben. In der Nacht zum 31.12. nahm ich mir das vor.

Jetzt sitze ich hier und möchte endlich Mensch sein. Puh.