Wirklich der Typ, der viel liest, bin ich ja nicht. Meist drücke ich mich davor, irgendetwas zu lesen. Warum? Weil das, was ich lese, mich meist sowieso nicht weiterbringt und auch nicht wirklich interessiert. Mit gemischten Gefühlen bekam ich das oben genannte Magazin geschenkt. Ja, ich bekam das Magazin geschenkt, aber das ist meiner Meinung nach ein total tolles Geschenk, da man merkt, dass der Andere einen kennt und sich dabei etwas gedacht hat. Einerseits fand ich es im ersten Augenblick total spannend und wollte am liebsten sofort reinschauen, andererseits dachte ich mir, dass ich das je lesen muss, und letztendlich vielleicht doch nichts bringt.
Was ist es, das ein Lied von 12 Minuten 26 Sekunden nicht langweilig werden lässt? Was ist es, was nach über 40 Jahren immer noch faszinieren kann?
Es ist die Spannung des Moments. Das Wissen um den einen finalen Punkt, der die Spannung entlädt, die Bewegung in Wallung bringt. Der Moment der Ekstase, den man kaum abwarten kann und das Warten selbst doch zu einem Höhepunkt gerät, ohne den die Ekstase keine wäre.
Es ist das Gefühl, dass da Menschen am Werke sind, die ihre Musik leben. Die verstehen, was der Kern der Musik ist.
Die Rede ist von “Child in Time”, geschrieben von Deep Purple 1969, ein zeitloses Werk.
Dies ist keine Schelte auf die bösen Charts, auch kein nostalgischer Rückblick auf andere Zeiten. Es geht um den Charakter der Musik, der unabhängig von Jahreszahlen ist.
Was ist dieser Charakter der Musik, der hier auszumachen versucht wird?
Es ist der Mut. Child in Time ist ein aus heutiger Sicht geniales Werk, dessen Entstehung eines gewissen Muts bedurfte, dem Mut zu einem neuen Lebensgefühl, welches sich in der Musik ausdrückte. Der Rock, zur damaligen Zeit in seinem ersten Aufschwung begriffen, hatte dieses gewisse etwas, den Touch der Veränderung hin zu neuen, noch nicht gehörten Horizonten. Das ist es, was “Child in Time” so unglaublich intensiv wirken lässt, die Spannung des Ungeahnten, die auch nach all den Jahren noch nachhalt und Einfluss üben muss auf alles, was danach kommt.
Derselbe Effekt lässt sich in den meisten Epochen entdecken, sei es in der Musikentwicklung heute klassisch genannter Werke oder auch in der Musikentwicklung der Moderne. Dieses revolutionäre hat die Musik schon immer weitergebracht, hat sie erst hörenswert und unsterblich gemacht.
Doch welche “Grenze” des bisher ungehörten soll als nächstes eingerissen werden? War es in den 60ern die Revolution des Rock, in den 80ern und spätestens den 90ern der Durchbruch der elektronischen Musik oder auch des Technos, so ist doch in den letzten Jahren kein radikaler Einschnitt geschehen.
Das es heutzutage zu wenige Künstler gibt, die Revolutionäres wagen und leben, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Alleine man schaue sich die Musik auf YouTube an, dort mangelt es wie im ganzen Rest des Internets nicht an kreativen Ideen. Doch scheint es, als ob diesen Künstlern das Trittbrett zur breiteren Bekanntheit fehlt. Wird etwa mehr Mut zum unbekannten, nicht berechenbaren von den Musikmanagern gebraucht? Oder vollzieht sich der Wandel, die “Revolution” der Musik in Zeiten des Internets nicht mehr in den bekannten Wegen der Vergangenheit?
Der erste Blog-Eintrag eines Musik-Amateurs. Weitere werden folgen. Bis dahin die Bitte um Kommentare für eine subjektive Sichtweise.
Ich entschloss mich zu dem momentanen Design eine Neuerung, die etwas mehr ins Auge fällt, zu machen.
Diese Neuerung findet man im Header in Form eines Post-It’s, das beim drüberfahren schön nach unten gleitet und den letzten Tweet meines Twitteraccounts anzeigt. Das scheint in Zeiten von einfachem Handling mit JavaScript durch Frameworks wie jQuery nichts besonderes zu sein. Schließlich fadet auch die Farbe von Verweisen und das Meta-Krams an der Seite mithilfe von jQuery.
Diese Animation (falls man einen zukunftsweisenden Browser wie Chrome, Safari, einen neuen Firefox oder Opera besitzt und sie somit auch sehen kann) basiert hundertprozentig auf CSS3. Ja, richtig, eine Animation mit CSS. CSS3 hat nämlich nicht nur Feautures wie Schlagschatten, gerundete Elemente oder statische Drehung von Objekten – nein – CSS3 wird dynamisch!
Der obere Teil des Bildes zeigt mein Post-It in eingefahrenem Zustand, der untere Teil zeigt es in ausgefahrenem Zustand. Bei einem Hover-Event verläuft zwischen den beiden Stadien eine Animation, die am Ende etwas abgebremst wird. Der CSS3-Code für diesen Selektor mit der Pseudo-Klasse :hover ist ganz einfach.
transition: all 0.3s ease-out;
Es werden also alle Veränderungen innerhalb von 0,3 Sekunden mit dem Effekt ease-out (wie oben beschrieben) animiert. Man braucht einfach noch dem :hover-Selektor mit ganz normalem CSS zu sagen, was sich bei übergefahrenem Zustand verändert. (Der Code ist für rohes CSS3. Man muss die bekannten -webkit-, -moz-, …, Präfixe den Attributen noch hinzufügen.)
Das bietet zwar nicht alle Möglichkeiten, die jQuery auch bietet, aber die meisten Effekte auf Seiten spezifizieren sich nur darauf. Klar, ich kann mit CSS nicht die Twitter .json-Datei auslesen und den neusten Tweet in diesen Selektor schreiben, aber das ist ja auf den Inhalt bezogen, nicht auf das Aussehen. Wir werden sehen, wohin sich CSS3 und dessen Nachfolger entwickeln wird.
Auf Webstandard sind einige Beispiele aufgelistet, die zeigen, was sich doch alles damit schon machen lässt.
Update:
Mittlerweile habe ich einfach mal alles auf CSS umgestellt. jQuery sorgt momentan nur dafür, dass der neuste Tweet ausgelesen wird. Alle anderen Effekte sind ausschließlich CSS3. Chrome hat meiner Meinung nach die beste Engine, um das Zeug auch vernünftig anzuzeigen.
Es geschieht wohl jährlich, dass ich den Blog total umstrukturiere und ein neues Design bastle. Das tue ich wohl wirklich aus Langeweile und weil ich eben mal gerade darauf Lust habe, eher würde ich argumentieren, dass man alles besser machen kann, dass das Internet sich stetig ändert, dass Art Directed für mich zu viel Arbeit ist, dass man generell alles nur besser machen kann. Das war in letzter Version wohl nicht der Fall. Die Idee mit dem Art Directed war bescheuert, viel zu umständlich, aus kleinen Inhalten, die man rüberbringen möchte, wurde ein großer Aufwand.
Zugegeben war die Version 2 wohl eine sehr gute. Sie war übersichtlich, hell und gut strukturiert, aber daran kann sich wohl eh niemand mehr erinnern. Mich nervte es letztendlich an der dritten Version, dass ich etwas bloggen wollte, und mir dann dachte, dass ich mir wieder ein Design überlegen müsste, und so wollte ich letztendlich doch keinen Beitrag schreiben. Das war der Grund (den ich mir einrede) für die neue Version. Irgendwann komm ich doch nicht mehr so oft zum bloggen.
Aber dagegen habe ich noch etwas im Ärmel: Zwei Leute schreiben, wenn es gut klappt, doppelt so viel, wie eine Person. Das hat viel mit Mathematik zu tun, ich weiß, aber deshalb habe ich mir jemanden hinzugeholt, der gut und interessant schreibt. Das tat ich nicht, weil ich es unbedingt benötigte, sondern weil ich wusste, dass es gut wird. Es wird mehr Beiträge geben, sie werden umfassender und qualitativ hochwertiger. Daraus resultieren mehr Leser und mehr Spaß an der Sache.
Die Person, die ich an dieser Stelle vorstellen will, heißt Matthias. Mit Matthias bin ich gut befreundet, wir gehen beide in die selbe Stufe und haben viel miteinander zu tun. Das wird in Zukunft wohl so bleiben, denn wir beide möchten in Berlin studieren gehen. Das eignet sich natürlich super für eine WG. Wenn also alles so kommt, wie wir uns das gedacht haben, werden wir uns wohl mindestens die nächsten 3 Jahre öfter sehen. Matthias meldet sich dann sicherlich auch bald zu Worte.
Ich freue mich auf die nächste Zeit. Das wird toll.