Ein bisschen Pomplamoose zwischendurch

/Autor/ Timo
/Kategorie/ Musik

Herbstmusik

/Autor/ Timo
/Kategorie/ Musik

Eigentlich wollte ich in meinem letzten Beitrag etwas total anderes schreiben. Aber nun ist es so, wie es ist, und es ist wohl auch besser so. Generell trägt Musik nämlich viel zum “Lebensfeeling” bei. Zumindest bei mir ist das so. Man spricht glaube ich nicht umsonst von dem Soundtrack meines Lebens. Dieser wechselt nicht jährlich, sondern Jahreszeitenbedingt. So höre ich im Herbst andere Musik als im Sommer. Es passt nämlich besser zum Wetter, zum Leben und letztendlich zu den Gedanken, die ich wie gesagt zuvor beschrieb.

Auf der einen Seite gibt es da die Musik, die vom Feeling einfach total in die Jahreszeit passt. Im Herbst ist das bei mir Damien Rice. Diese Musik schreit einfach so nach Stille, Kälte, Tristesse, aber auch nach Geborgenheit. Ich kann solche Musik nicht hören, ohne dass ich sofort in Gedanken versinke. Es geht nicht. Dieser Gefühlsausbruch in Damien Rice’s “Elephant”: What’s the point of this song? Or even singing?
Ich weiß, über was das Lied handelt, Liebeskummer, blablabla. Das hat jetzt zwar oberflächlich nichts mit meinem Thema zu tun, aber auch hier geht es um Nachdenken und Erkenntnis erlangen. Du kannst eben keinen Elefanten anmalen.
Auf der anderen Seite gibt es da auch die Songs, die mich einfach nur an die Zeiten erinnern; darunter ist auch das MTV Unplugged Album der Sportfreunde Stiller. Mag wohl daran liegen, dass ich das Album zum Ersten mal im Herbst 2009 hörte – glaube ich – und es immer auf und ab hörte, während ich durch den Regen in der Dunkelheit zum Bahnhof ging und während das Jahr sich immer mehr dem Ende zuneigte. Seitdem verbinde ich dieses Album einfach mit dieser Zeit und höre es dann immer wieder gerne.

Ob man musikalische Ausdrücke mit seinem Leben verbindet, ist sicherlich jedem selbst überlassen, aber es steigert das Lebensgefühl ungemein.

Herbstgedanken

/Autor/ Timo
/Kategorie/ Leben
07:59 Uhr. Von meiner Seite aus keine Verwunderung, dass ich noch wach bin. Warum sollte ich auch schlafen. Müdigkeit? Keine Anzeichen. Mag sein, dass sich mein Tagesrhythmus in sonnigere Gebiete verzogen hat. Auch möglich, dass ich seit Tagen immer länger wach bleibe und den Tag verschlafe. Was gibt es auch tagsüber zu machen, als ab und zu zu lernen, wenn man das, was ich tue, als Lernen bezeichnen könnte. Vielmehr gehe ich einige Sachen immer wieder durch und rufe sie in mein Gedächtnis. Alles andere kann ich mir auf keinen Fall 3 Monate lang merken. Dazu werden die Weihnachtsferien da sein.

Aber das ist nicht das Thema, über das ich sprechen wollte. Ein großer Grund meines Nicht-Schlafen-Könnens sind Gedanken, die mich immer wieder davon abhalten, runterzufahren. Nicht, dass ich mich nicht entspannen könnte, bloß verleiten sie mich, weiter darüber nachzudenken. Kennt ihr das, wenn man sich vornimmt zu schlafen und über nichts mehr nachzudenken, bis man auf einmal merkt, dass man wieder total in Gedanken versunken ist? Genau das meine ich. Nur denke ich immer weiter, weil ich es gerne tun möchte. Ich möchte mir meine Gedanken weiter ausmalen.

Ich denke nicht über schlimme Dinge nach. Ich denke mir immer wieder, dass es so, wie es momentan ist und später sein wird, total gut ist. Wenn ich jetzt aus dem Fenster schaue, und den wolkenverhangenen Sonnenaufgang hinter dem Pfälzer Wald sehe, wie die Sonne einen roten Streifen über die Berge zieht, trotz allem der Himmel noch dunkel ist, zeigt die Natur ihr herbstliches Dasein. Dieses Vergängliche, Alternde, das sich dem Jahresende zuneigt, in dem Wissen, dass es danach wieder aufblühen wird. Das verleitet mich einfach über das Leben nachzudenken. Was kommen wird, wo man durch muss, was danach geschieht, welche Türen im Leben geöffnet werden und für welche man sich entscheiden wird.

Es gibt so viele Dinge, auf die ich mich freue und keine Dinge, vor denen ich zurückscheuen möchte. Wir treten in zwei Wochen wieder ein paar Mal mit der Band auf, bewarben uns für eine größere Veranstaltung, warten gebangt auf eine Zu- oder Absage. Es geht bald in die heiße Phase des Abiturs. Das dauert zwar noch etwas mehr als zwei Monate, bis es richtig ernst wird, aber es geht danach weiter. Dazu kommen Vorbereitungen für den Abiball und die Abizeitung, wobei ich diesmal das Gefühl habe, dass ich genau einen für mich nicht zu stressigen Mittelweg aus Sachen, die ich tue, und Sachen, die ich nicht tue, gewählt habe. Und danach geht es gleich weiter. Das Abitur ist geschafft, 13 Jahre gewöhntes Schulleben ist vorbei, es öffnet sich ein neuer Lebensabschnitt. Ein neuer Abschnitt, der total anders wird, als alles andere. Neue Stadt, neuer Tagesablauf, neue Freunde.

Und während ich versuche, meine Gedanken zu verschriftlichen, merke ich, dass es noch so viele hunderte Gedanken gibt, die mir durch den Kopf schwirren, die kurz da sind und sofort entfallen, aber trotzdem einen Eindruck hinterlassen. Wie zum Beispiel darüber, dass die Freunde, die man hat, das Beste bieten, was man sich vorstellen kann. Man denkt nicht klar über eine Sache nach, sondern über so vieles gleichzeitig, während man versucht, einen Gedanken festzuhalten und gleich wieder abrutscht. Genau dabei geht es mir momentan richtig gut. Ich denke gerne darüber nach.

Wenn ich jetzt aus dem Fenster schaue, sehe ich eine leicht gräuliche Welt. Der Himmel ist total bedeckt, es ist nicht wirklich hell, aber auch nicht dunkel, und wahrscheinlich wird es heute auch nicht wirklich heller. Das ist der Herbst, er verleitet zum nachdenken, zeigt die Vergänglichkeit von allem, und ist doch so schön. Mag sein, dass er ziemlich trist ist, aber wer damit argumentieren möchte, hat den Sinn dessen, was ich sagen möchte, nicht verstanden.

Erstmal ne Runde i-Pod

/Autor/ Matti
/Kategorie/ Allgemein, Internet, Leben, Technik

Steve Jobs ist tot. Lange befürchtet, wurde gebangt vor diesem Tag. Nun ist er da und Apple-Fans wie auch Skeptiker sind erschüttert. Wo man auch hinschaut im Netz, in Blogs, auf Nachrichtenportalen, in Facebook, überall sind Sympathiebekundungen gegenüber dem Apple-Mitbegründer zu lesen. Egal, ob hochrangige Politiker wie Obama, Google-Chef Eric Schmidt oder Facebook-Gründer Mark Zuckerberg; alle eint wohl an diesem Tag das Gefühl, dass da einer von den ganz großen gegangen ist.

Doch es stellt sich die Frage, wie es weitergehen soll. Mit Apple, dem Erbe Jobs’. Sein Nachfolger Tim Cook gilt als wenig charismatisch, die Vorstellung des i-Phone 4S zu Beginn der Woche wurde, wenn nicht als Enttäuschung, dann doch als kein Vergleich zu den Produktvorstellungen Jobs’ wahrgenommen. Dabei ist technisch an dem neuen Gerät zunächst nicht all zu viel auszusetzen. Selbst, wenn das i-Phone 4S als erstes Smartphone überhaupt eine integrierte Kaffeeschäum-Funktion gehabt hätte, die Ernüchterung um Apple wäre dennoch eingetreten.

Apple, das war (und ist in gewisser Weise) seit Ende der 90er immer Jobs gewesen. Ging es ihm in seinem Krankheitsverlauf schlecht, so sanken die Aktien von Apple. Erfand er sich und den Konzern mit einem weiteren i-Produkt neu, so stiegen die Kurse so hoch, dass Apple in der Schuldenkrise 2009 zeitweise reicher war als der US-amerikanische Staat.

Egal, was man von dem Unternehmen Apple und seinen Produkten halten mag, eins ist gewiss: Jobs hat mit dem i-Pod und i-Tunes den Musikmarkt revolutioniert, mit dem i-Phone eine neue Ära der Mobilität eingeläutet und mit dem i-Pad eine neue Entwicklung auf dem herkömmlichen Computer-Markt angestoßen. Auch, wenn es inzwischen technisch bessere und günstigere Produkte auf dem Markt geben mag, so hätte es all diese Erfindungen ohne Apple und Jobs nicht in dieser Form gegeben, wie sie heute unser aller Leben direkt oder indirekt beeinflusst und bereichert.

Mit Jobs’ Tod nun den Untergang des Kult-Konzerns Apple kommen zu sehen, kann sich mitunter zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung entwickeln, wie überall auf dem freien Markt. Wenn sich Gerüchte oder eine schlechte Stimmung verbreiten, so führt dies unweigerlich zu einem Absturz eines Unternehmens oder aber der Märkte, wie es in der Finanz- und Wirtschaftskrise eindrucksvoll beobachtet werden konnte.

Nichtsdestotrotz lebt das Erbe Jobs’ weiter in seinen Erfindungen und denen, die ihm nachfolgen werden. Thomas Alva Edison etwa war nach seinem Ableben 1931 nicht wirklich tot. Seine Erfindungen haben das gesamte weitere 20ste Jahrhundert geprägt und sind so in den Alltag übergegangen, dass sich niemand mehr ein Leben ohne seine Erfindungen vorstellen kann.

Steve Jobs als den Edison des jungen 21sten Jahrhunderts zu bezeichnen, mag derzeit ein wenige verfrüht sein. Aber trotzdem kommt man nicht umhin, die großartige Leistung dieses Mannes in stillem Gedenken zu würdigen.

Rest in Peace – Steve Jobs 1955-2011