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5. Mai 2011

Geschmackssache.

Diesen Beitrag wollte ich schon seit längerem schreiben. Mir war bloß nie wirklich bewusst, wie ich das angehen will. Und ob ich das aufgreifen möchte. Ob das überhaupt jemanden interessiert. Auch könnte ich meine Zeit jetzt anders verbringen. Sinnvolleres, als so einen Beitrag zu schreiben. Aber ich möchte das mal loswerden.

Sprechen wir über Geschmack, wie es die Überschrift schon erahnen lässt. Und sprechen wir über Musik, wie ich es oft gerne tue. Geschmack und Musik, zwei Sachen, die ja oft aufeinander treffen. Der eine mag dies, der andere mag das. Mir geht es jetzt aber nicht darum, irgendetwas, das mir nicht gefällt, zunichte zu machen. Es geht mir nicht um gute und schlechte Musik, sondern um gute und um bessere.

Ich bekomme in letzter Zeit am eigenen Leibe (ich hasse diese “e”‘s am Ende von Wörtern, als würde jemand “Türe” sagen… die gehören gemeuchelt.) mit, wie sich doch ein bisschen mein Musikgeschmack verändert. Es verändert sich nicht mein bevorzugter Musikgeschmack, sondern ein anderer, doch etwas seltsamer Bereich.

Ich fahr voll auf Musik mit einem besonderen “Hintergrund” ab. Nicht Geschichtliches oder so, nein, die Musik muss etwas zu bieten haben. Besondere Sachen, nichts 08/15-mäßiges, wie man sie meist in der Top 100 findet. Wenn man hört (und auch sieht), dass ein echter Rhodes oder Wurlitzer verwendet wird, dass der Song trotz abgefahrener Form und Taktzahl geil klingt, dass etwas dahinter steckt, dann ist es für mich ein richtig guter Song. Wie es bei dem kürzlich vorgestellten Jack Conte zum Beispiel ist, oder bei Brett Domino. Ich will sehen, wie das Ganze entstanden ist. Keine blöden Musikvideos.

Warum und wieso und weshalb das bei mir so ist? Ich kann mir ein neues Album anhören und es total gut finden, aber schnell daran die Lust verlieren, weil es mir nichts zu bieten hat. Irgendwann kann ich mir das nochmal anhören, ohne dass mir dabei langweilig wird, aber das war’s dann auch schon. Solche eben beschriebene für mich viel bessere Musik kann ich mir immer anhören, ständig, ohne dass ich die Lust daran verliere.

Das mag vielleicht daran liegen, dass mich das schon total begeistert, dass man mit einfachen Mitteln Musik machen kann. Wenn ich darüber nachdenke, dass einfach ein bisschen Rhythmus-Percussion-Ding, Harmonieinstrument und Soloinstrument geile Musik hervorbringen kann… fantastisch.

Natürlich hätte ich es gerne, wenn so Musik viel populärer wäre, aber was soll ich machen? Jemandem aufzwingen?

Nein. Ich wollte es nur gesagt haben, in der Hoffnung, dass man sich vielleicht mehr dafür interessiert und ausschau danach hält.

Fertig.

  • tripplo

    Bin zufällig auf deinen Blog gestoßen. Netter Musikgedanke. Aber red doch nicht so viel um den heißen Brei herum. Wink

    • Timo: 

      Fiel mir bei dem Beitrag besonders schwer, weil ich nich wusste, wie ich meinen Gedanken unverfälscht an den Mann bring. Werd ich aber für kommende Beiträge im Hinterkopf behalten