Das Leben und was es zu bieten hat.

Diesen Satz schrieb ich vor gut einer Stunde in Facebook. Denn mir wurde bewusst, wie verdammt gut es mir doch geht. Das mag für einen Außenstehenden vielleicht nicht ganz so wirken, aber ich bin momentan innerlich total zufrieden. Das 1. Schulhalbjahr 2010/2011 war irgendwie nicht so der Brüller. Schulisch hatte ich total abgenommen, alles war stressig, ich machte alles und doch nichts. Ich war mit mir selbst total unzufrieden. Und mit allem anderen. Eigentlich war alles total ungut. Es war nicht schlecht, aber eben nicht gut. Pack die Schneeschaufel aus und schieb alle Aufgaben vor dir her, bis es zu viel wird und dir über die Ohren steigt.
Doch ich habe das geregelt. Indem ich drastisch vieles reduziert habe und mich auf das wesentliche konzentriert habe. So läuft die Schule wunderbar gut, es gibt auf einmal total viele neue Dinge etwas mit Freunden zu unternehmen, ich versuche wann ich kann Orgel und Klavier zu üben, ich verdiene mein Geld mit Webprojekten. Dafür muss momentan der Chor etwas leiden. Und der Blog musste leiden. Das tut mir beides auch unglaublich leid, weil ich das total gerne mach, aber es ist für den Moment einfach gut so. Es ist gut so, wie es jetzt ist. Zwar nicht für alle zufriedenstellend, aber immerhin für mich. So sag ich auch viel öfter “Nein” zu irgendwas und versuch mich aus dem ganzen nervigen Zeugs rauszuhalten. Was ich jetzt nun mal gerne machen möchte, das mach ich eben. Und weiter? Mir geht es gut dabei.
Es ist gut so, und doch könnte noch eine Sache besser werden.
Kennt ihr das, wenn man sich wünscht, dass irgendjemand da ist, mit dem man genau jetzt über etwas sprechen kann oder irgendetwas anstellen kann? So würde ich gern viel lieber meine Gedanken mit jemanden teilen, der das versteht, genauso erlebt, genauso sieht. Ich würde unglaublich gerne jeden Abend etwas unternehmen, nichts Großes, einfach ein bisschen mit Musikuntermalung trinken, erzählen, lachen. Das ist jetzt nicht so, als hätte ich keine Freunde, mit denen ich etwas unternehmen könnte. Ganz im Gegenteil, ich muss sogar versuchen, alle unter einen Hut zu bekommen, ohne jemanden auszulassen. Sind eben verschiedene Gruppen, die sich nicht so einfach kombinieren lassen. Das soll jetzt aber kein Geprahle sein.
Was ich sagen möchte, ist, dass man sich manchmal doch irgendwie alleine fühlt, ohne dass man es wirklich ist. Wenn ich das hinbekommen könnte, irgendwie regeln könnte, dann wär das Leben und alles wirklich total super. Es ist eben dieser kleine Aspekt, der das Leben nicht ganz so superduper werden lässt. Aber wäre dieser kleine Aspekt nicht, wo ist dann die Spannung im Leben? Ein total gutes Leben ist langweilig. Man braucht Spannung, Action, sonst geht man ein.
Man hat alle Möglichkeiten. Das Leben steht einem offen, machen wir das Beste draus! Und wenn es nicht immer so ganz gut ist, erinnern wir uns dran, wie gut es doch noch sein kann. Und wie gut es eigentlich auch ist. Flinte ins Korn werfen, nur weil ein Aspekt des Lebens nicht stimmt? Egal, wir haben noch genug andere Aspekte, die stimmen – an denen man sich erfreuen kann.
Lassen wir (ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich benutze jetzt einfach mal eine Pluralform) das Leben auf uns zu kommen, so gut wie wir es nur hinbekommen. Sonst ist das Leben kein Leben, sondern verschwendete Zeit.
Ich lese mir diesen Beitrag, wie ich es meist so tue, nicht wieder durch und verbesser ihn. Wahrscheinlich ist manches totaler Murks, aber so kam es eben aus mir heraus. Versucht zu verstehen, so viel ihr wollt. Und wenn etwas strittig oder unverständlich ist, dann rede. Diskutieren und darüber sprechen macht das Leben auch spannend, falls ihr es nicht gemerkt habt.