Tagesablaufserkenntnis.
Vor ein paar Tagen wurde mir etwas klar. Es muss sich etwas ändern, etwas wichtiges. Etwas, woraus der ganze Tag besteht. Nämlich der Tag selbst. Viele Tage zusammen sind ein ganzes Leben, also muss sich am Leben etwas ändern. Aber das Leben darf sich nicht ändern. Nur der Tag. Schwierig.
Bekanntlich hat der Tag 24 Stunden. In diesen 24 Stunden muss man schlafen. Das ist unabdinglich, sonst kann man die nächsten 24 Stunden vergessen. Außerdem muss man in diesen 24 Stunden meist in die Schule. Da kommt kein Weg dran vorbei. In meinem Fall, also in meinem Leben, kommt aber noch viel mehr hinzu. Das wäre zum Beispiel Orgelunterricht, Klavierunterricht, Programmierertätigkeiten, Chor, Dirigier- und Tonsatzunterricht. Außerdem muss man für Orgelunterricht und Klavierunterricht selbstverständlich üben.
Das passt alles nicht in einen Tag. Was war meine Lösung? Mach alles, aber mach alles halbherzig. Wie es eben passt, und wenn es nicht passt, dann machen wir eben alles im letzten Moment. Stattdessen hat man in einem Moment etwas Freizeit, um sich mit anderen Sachen halbherzig zu beschäftigen.
Selbstverständlich ist das scheiße. Nicht nur, weil man alles halbherzig macht, sondern auch, weil man am Ende mit sich selbst nicht zufrieden ist. Da fehlt eben was. Das merkt man.
So kam nun in den letzten Tagen die Erkenntnis, dass das so nicht weitergehen kann. Dass das nicht gut ist, wusste ich schon lange, aber umstellen ist immer schwer, deshalb lies ich es sein. Doch nun doch der Wandel. Fragt mich nicht.
Das Funktioniert nun eben so: Schule ist Pflicht, da muss man hin. Ob es wichtig ist, kommt halt ganz auf den Unterricht an. So schalte ich in Fächern, die momentan nicht nötig sind, ab. Zeigt sich zum Beispiel dadurch, dass ich im Halbschlaf rumlungere, mit den anderen nur Mist mache oder ganz etwas anderes mache. Bei den wichtigen Fächern ist dann Aufmerksamkeit geboten.
Mein Ja-Sager-Syndrom, das ich so an mir habe, lege ich total ab. “Nein” sagen ist geboten, zu allem, was mir unnötig erscheint, was ich nicht dringlich brauche. Somit fällt jetzt der ein oder andere Chor, zu dem ich nur aus Nettigkeit gehe, flach. Ich mach auch in Zukunft nicht bei jedem erdenklichen Firlefanz, der sich mir bietet, mir aber nichts bringt, mit. Stattdessen bleibt mehr Zeit zum Klavier- und Orgelüben. Hausaufgaben macht man eh erst ab höchstens 22 Uhr. Die restliche Zeit bietet sich zur Programmierertätigkeit an. Da hocke ich eh nur daheim rum. Das ist also Freizeitarbeit. Macht ja auch Spaß. Und gibt Geld, harhar.
Somit wär mein Tag geregelt. Damit ich nicht daheim auf der faulen Haut rumliege, nehme ich mir fest vor, in einem bestimmten Zeitraum Orgel üben zu gehen. Täglich. Das geht ja nicht daheim. Und daheim habe ich dann Zeit für mich. Um Blogeinträge zu schreiben oder sonst was zu tun. Ich sitze sowieso dann fast immer vor dem PC.
Danke, ich weiß nämlich selbst nicht, was euch dieser Eintrag bringen soll.