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3. Februar 2011

Die Qual der Studienwahl

… oder auch: Warum es eigentlich total einfach ist, das richtige auszuwählen.

Wir waren nämlich heute in Mainz. Johannes Gutenberg Universität, um genau zu sein. Und irgendwie haben sich heute total viele Fragen geklärt, die ich mir schon seit langem oft fragte.

Ich will Musik studieren. Das ist mir klar. Ich könnte auch Informatik-Webkrams studieren, aber das will ich nicht. Von allen Richtungen kommt immer: “Warum studierst du nicht das, damit kann man viel Geld verdienen und hat ein sicheres Standbein.” Mir doch egal. Ich studier nicht, um später einen geilen Beruf und verdammt viel Geld zu haben. Eher will ich das machen, auf das ich Lust habe. Und das ist eben Musik.

Doch Musik ist ein breit gefächerter Begriff. Nicht umsonst werden in Mainz über 20 verschiedene Musikstudiengänge angeboten.

Was will ich also? Beschränken wir uns auf Kirchenmusik, Tonmeisterstudium und Jazz und Populäre Musik. Warum? Weil ich das sage. Hat halt alles seine Affinitäten. Alles hat gute Seiten, doch was ist das beste für mich?

Ich will auf jeden Fall mit moderner Musik zu tun haben. Sehr oft. Das mag ich, also Jazz, BigBand-Krams und so. Fällt Kirchenmusik logischerweise weg. Nun bleibt noch Tonmeisterstudium oder Jazz und Populäre Musik.

Der große Unterschied zwischen beiden: Die Praxis. Als studierter Jazz- und Popularmusiker praktiziert man direkt am Instrument. Live. Als Tonmeister ist man “nur” derjenige, der etwas gut zum Klingen bringt. Manche mögen das mehr, doch ich bin nach intensiven Überlegungen zu dem Entschluss gekommen, dass ich direkt am Instrument sein möchte.

Außerdem hat das Jazz und Populäre Musik Studium in Mainz einen Vorteil, den ich gerne begrüße: Nicht nur das Ausführen, sondern auch das Produzieren wird gelehrt. Also fließt ein Teil meiner Affinitäten eines Tonmeisterstudiums in das Popularmusikstudium mit ein. Sehr schön.

Vielleicht haben die in Mainz einfach nur gut mit diesem Tag der offenen Tür Werbung gemacht. Vielleicht ist Hochschule für Musik dort aber auch wirklich gut. Diesen Eindruck habe ich nämlich voll und ganz. Das Aufgebot von Technik sowohl im Hardwaresektor als auch im Softwaresektor hat mich überzeugt.

Eins ist aber klar: Die Entscheidung des Studiums ist eine sehr große Entscheidung im Leben.

Warten wir mal ziemlich genau ein Jahr. Dann habe ich meine Abiarbeiten geschrieben und alles ist eh schon fast vorbei. Dann geht’s zur Bewerbung an der Uni. Ich bin gespannt.

  • Patrick

    guter artikel. echt.

  • mwahmoi

    - und über noch einen kommentierungswürdigen Artikel gestoßen:

    1. Die Uni Mainz ist scheiße. Vertrau mir, hab da studiert, es war scheiße. Vorallem die Studienvertretung ist lächerlich, es gibt eine hingerotzte Einführungswoche und die Stadt kann einen solang beschäftigen wie ‘ne 50 cent Münze. Und gefragt ist in Mainz eher Korps- statt Freigeist.

    2. Webdesign machst du immer noch nebenbei. Studier grade Jura und watch my blog: Ich hab immer noch viel zu viel Spaß am kreativ sein.

  • mwahmoi

    Hups zu früh abgeschickt und edit is ja nich xD…

    zu 2. aber der Grund ist ja für dich eher irrelevant, weil du sowieso kreative Praxis im Studium suchst.

    3. Das richtige Auszuwählen solltest du am Anfang als Anspruch eigentlich komplett vergessen. Unis sind dem Marketingdruck erlegen und künden ihre Studiengängen unter hochtrabenden Namen an. Besserer Weg: Erstmal das Studieren, was einem am besten erscheint, was irgendwie cool klingt und von dem man denkt es passe zu einem. Vielleicht auch in der Stadt der Träume. Dann lässt man sich kalt von den Realitäten des Studierens abduschen, erfährt interessante Sachen von anderen Studiengängen, rafft so unglaublich viel mehr, bricht ab und wählt dann das Richtige.